Alles über den modularen Wohnungsbau
Was ist modularer Wohnungsbau, wie schnell lassen sich Wohngebäude in Modulbauweise realisieren und wann bietet diese Bauweise Vorteile gegenüber einer konventionellen Bauweise? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Geschwindigkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und zirkulärem Bauen.
Allgemein
Was ist modulares Bauen (Modulbau)?
+Modulares Bauen (Modulbau) ist eine zunehmend beliebte Bauweise, bei der Gebäude aus industriell vorgefertigten Raummodulen zusammengesetzt werden. Diese Module werden in einer Fabrik unter kontrollierten Bedingungen produziert und anschließend zur Baustelle transportiert, wo sie in kurzer Zeit montiert werden.
Man unterscheidet zwischen 2D- und 3D-Modulbau: Beim 2D-Modulbau entstehen einzelne Bauteile, während beim 3D-Modulbau vollständig ausgestattete Raummodule inklusive Bad, Küche und sämtlicher technischer Installationen gefertigt werden. Auf der Baustelle werden die Module zusammengefügt und an die Versorgungsnetze angeschlossen.
Die so entstehenden Gebäude erfüllen alle bauordnungsrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen konventioneller Bauweisen. Gleichzeitig ermöglicht die Modulbauweise eine hohe Planungs- und Ausführungssicherheit sowie deutlich verkürzte Bauzeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Modulbau und Fertigbau (Prefab)?
+Bei beiden Verfahren werden Bauteile außerhalb der Baustelle vorgefertigt. Der Unterschied zwischen Modulbau und Fertigbau (Prefab) liegt im Grad der Vorfertigung und des Ausbaus der Bauteile. Bei der Fertigbauweise – oft auch als Prefab bezeichnet – werden einzelne Elemente wie Wände, Decken oder Dachelemente industriell vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Ein wesentlicher Teil des Innenausbaus erfolgt dabei weiterhin vor Ort.
Im 3D-Modulbau, wie ihn beispielsweise Daiwa House Modular Europe anwendet, entstehen dagegen vollständig ausgebaute Raummodule in der Fabrik, inklusive Bad, Küche und sämtlicher technischer Installationen. Auf der Baustelle werden diese Module zusammengefügt und an die Versorgungsnetze angeschlossen.
Durch den deutlich höheren Vorfertigungsgrad reduziert der Modulbau die Bauzeit, minimiert Schnittstellen auf der Baustelle und sorgt für eine gleichbleibende, planbare Ausführungsqualität.
Was bedeutet industrielle Wohnungsproduktion?
+Industrielle Wohnungsproduktion bedeutet, dass Wohnungen in einem standardisierten, fabrikbasierten Prozess hergestellt werden. Im Unterschied zur traditionellen Bauweise vor Ort erfolgt die Produktion in einer kontrollierten Umgebung mit definierten Abläufen, festen Qualitätskontrollen und effizientem Materialeinsatz.
Der Modulbau ist eine Form dieser industriellen Wohnungsproduktion: Dabei entstehen komplette Raummodule in der Fabrik, die anschließend auf der Baustelle montiert werden. Daiwa House Modular Europe hat den Fertigungsprozess vollständig industrialisiert: Jeder Schritt – vom Entwurf bis zur Fertigstellung der Module – folgt einem kontrollierten, reproduzierbaren Ablauf.
Die industrielle Wohnungsproduktion bietet konkrete Vorteile:
- Gleichbleibende Qualität, unabhängig von Projekt und Standort
- Geringere Abhängigkeit von Witterung und Baustellenabläufen
- Kürzere Bauzeit, da Produktion und Baustellenvorbereitung parallel erfolgen
- Effizienter Materialeinsatz und reduzierter Bauabfall
Was ist der Unterschied zwischen temporären Wohnungen und dauerhaften Modulwohnungen?
+Temporäre Wohnungen sind Wohnlösungen, die darauf ausgelegt sind, schnell bereitgestellt zu werden, um zum Beispiel akuten Wohnraumbedarf zu decken. Dabei lag der Fokus lange auf schneller Verfügbarkeit und einer begrenzten Nutzungsdauer, häufig ohne klare Ausrichtung auf langfristige Qualität.
Dauerhafte Modulwohnungen gehören dagegen zu einer anderen Kategorie: Sie entstehen im Modulbau als vollständig ausgebaute Raummodule in der Fabrik, inklusive Bad, Küche und technischer Installationen. Sie sind von Beginn an auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Hinsichtlich Optik, Wohnkomfort und technischer Leistungsfähigkeit sind sie von konventionell errichteten Häusern nicht zu unterscheiden.
Moderne modulare Wohnungen können beide Anforderungen verbinden: Sie bieten dauerhafte Bauqualität und lassen sich gleichzeitig auf zeitlich begrenzt verfügbaren Grundstücken einsetzen und später an einem anderen Standort erneut nutzen. Daiwa House Modular Europe realisiert solche Gebäude in industrieller Fertigung mit vollständig ausgebauten Modulen und einer auf langfristige Nutzung ausgelegten Bauqualität. Die Qualität bleibt von der Dauer des Aufenthalts an einem bestimmten Standort unbeeinträchtigt.
Was ist der Unterschied zwischen modularem Bauen und seriellem Bauen?
+Der Unterschied zwischen modularem Bauen und seriellem Bauen liegt darin, dass modulares Bauen eine konkrete Bauweise ist, während serielles Bauen ein Planungs- und Organisationsprinzip beschreibt. Beim modularen Bauen werden Gebäude aus vorgefertigten Raummodulen zusammengesetzt, die in der Fabrik produziert und auf der Baustelle montiert werden.
Serielles Bauen setzt dagegen früher im Prozess an: Es basiert auf standardisierten Entwürfen, wiederholbaren Abläufen und einer effizienten Projektstruktur, um Wohngebäude schneller und in größerer Stückzahl umzusetzen. Dabei ist nicht vorgegeben, wie gebaut wird – auch traditionelle Bauweisen können seriell organisiert sein.
Der Modulbau ist daher häufig Teil serieller Baukonzepte, aber nicht damit gleichzusetzen.
Was ist schlüsselfertiges Bauen und was bedeutet das in der Praxis?
+Schlüsselfertiges Bauen im Wohnungsbau bedeutet, dass ein Gebäude vollständig fertiggestellt und bezugsfertig übergeben wird. Alle Bauleistungen – von der Konstruktion über den Innenausbau bis hin zu technischen Installationen und Anschlüssen – sind abgeschlossen, sodass die Immobilie direkt genutzt werden kann.
In der Praxis werden beim schlüsselfertigen Bauen alle Bauteile geplant, gefertigt und auf der Baustelle zu einem fertig ausgestatteten Gebäude zusammengefügt. Dazu gehören unter anderem Bodenbeläge, Sanitärbereiche, Küchenanschlüsse sowie sämtliche technischen Systeme. Der Auftraggeber erhält eine bezugsfertige Immobilie, ohne weitere Ausbauschritte koordinieren zu müssen.
Im Modulbau erfolgt ein Großteil dieser Leistungen bereits in der Fabrik: Die Module werden vollständig ausgestattet produziert und vor Ort montiert sowie an die Versorgungsnetze angeschlossen. Daiwa House Modular Europe liefert Gebäude schlüsselfertig und mit hohem Vorfertigungsgrad, sodass nur noch wenige Arbeitsschritte auf der Baustelle erforderlich sind und eine schnelle Nutzung möglich wird.
Was sind die Vor- und Nachteile von modularem Bauen im Vergleich zum traditionellen Bau?
+Modulares Bauen bietet im Vergleich zum traditionellen Bau deutliche Vorteile bei Bauzeit, Planbarkeit und Prozesssicherheit, erfordert jedoch eine konsequente Standardisierung und präzise Planung. Durch die industrielle Vorfertigung der Module in der Fabrik können Bauprozesse parallel ablaufen, wodurch sich Projekte in der Regel 30 bis 50 % schneller realisieren lassen als im traditionellen Bau.
Typische Vorteile der Modulbauweise sind:
- Kürzere Bauzeit, da Produktion und Baustellenvorbereitung gleichzeitig erfolgen
- Gleichbleibende Qualität durch Fertigung unter kontrollierten Bedingungen
- Weniger Baustellenaufwand, da Montage und Ausbau vor Ort reduziert sind
- Ressourceneffizienz, durch optimierten Materialeinsatz und weniger Bauabfall
- Nutzungsflexibilität, da Gebäude demontierbar und versetzbar sein können
Gleichzeitig gibt es einige Rahmenbedingungen zu beachten:
- Standardisierung ist zentral – individuelle Anpassungen sind möglich, beeinflussen jedoch Zeit und Kosten
- Transport und Logistik der Module erfordern eine frühzeitige Planung, insbesondere bei komplexen Standorten
- Vorbereitung der Baustelle muss exakt abgestimmt sein, damit die Montage reibungslos stattfinden kann
Modulares Bauen für Kommunen
Wann ist modulares Bauen für Kommunen geeignet?
+Modularer Wohnungsbau ist besonders für Kommunen geeignet, die schnell, wirtschaftlich und mit gleichbleibend hoher Qualität Wohnraum schaffen wollen. Es gibt drei typische Situationen, in denen modulares Bauen die kommunale Aufgabe besonders gut unterstützt.
Akuter Wohnraumbedarf
Wenn kurzfristig zusätzlicher Wohnraum benötigt wird – etwa für bestimmte Zielgruppen oder bei starkem Nachfrageanstieg – ermöglicht die industrielle Fertigung eine deutlich kürzere Bauzeit als der traditionelle Bau.
Begrenzt verfügbare Flächen
Grundstücke stehen häufig nur eingeschränkt oder unter komplexen Rahmenbedingungen zur Verfügung. Modulare Gebäude lassen sich strukturiert planen und effizient realisieren; in bestimmten Fällen können sie zudem versetzt und an anderer Stelle wiederverwendet werden.
Dauerhafte Neubauprojekte
Modularer Wohnungsbau ist auch für langfristige Nutzung geeignet. Die Gebäude erfüllen alle Anforderungen an Wohnqualität und Bauweise und sind mit traditionell errichteten Gebäuden vergleichbar. Für Kommunen bieten insbesondere die planbaren Abläufe und die gleichbleibende Qualität Vorteile bei größeren Projekten.
Wie trägt modulares Bauen zur Lösung des Wohnungsmangels bei?
+Modulares Bauen trägt dazu bei, den Wohnungsmangel in Deutschland zu reduzieren, indem Wohnraum schneller und in größerem Umfang realisiert werden kann als mit der traditionellen Bauweise. Kommunen und Projektentwickler gewinnen dadurch mehr Handlungsspielraum, um auf steigende Nachfrage zu reagieren.
Der Beitrag des Modulbaus zeigt sich insbesondere in drei Bereichen:
Schnelle Realisierung von Wohnraum
Durch industrielle Vorfertigung und parallel laufende Prozesse lassen sich Wohnprojekte deutlich schneller umsetzen. Das zeigt sich beispielsweise bei kurzfristig benötigtem Wohnraum, etwa für die Unterbringung von Geflüchteten oder anderen dringend versorgungsbedürftigen Zielgruppen.
Erweiterte Nutzung verfügbarer Flächen
Modulare Gebäude lassen sich strukturiert planen und auch auf komplexen oder nur eingeschränkt verfügbaren Grundstücken realisieren. In bestimmten Fällen können sie zudem umgesetzt und an anderer Stelle weiter genutzt werden, wodurch Investitionen erhalten bleiben.
Dauerhafte und anpassungsfähige Wohnlösungen
Modular gebaute Gebäude sind für eine langfristige Nutzung ausgelegt und erfüllen alle Anforderungen an Wohnqualität und Bauweise. Sie eignen sich für unterschiedliche Gebäudetypen – vom Mehrfamilienhaus bis zu Apartments – und lassen sich an verschiedene städtebauliche Situationen anpassen.
Wie schnell können modular gebaute Wohnungen geliefert werden?
+Modular gebaute Wohnungen können deutlich schneller realisiert werden als im traditionellen Wohnungsbau, da Fertigung und Baustellenvorbereitung parallel erfolgen. Die Bauzeit auf der Baustelle beträgt dabei in der Regel zwischen einigen Wochen bis wenigen Monaten.
Das zeigt sich insbesondere bei Projekten mit hohem Zeitdruck, etwa wenn kurzfristig zusätzlicher Wohnraum benötigt wird: Durch die industrielle Vorfertigung sind viele Bauleistungen bereits abgeschlossen, bevor die Module auf die Baustelle geliefert werden. Gleichzeitig ermöglicht der Modulbau eine konstruktive Trennung der Bauteile, sodass bei Bedarf Gebäude demontiert und Module an anderer Stelle wiederverwendet werden können.
Die Gesamtdauer eines Projekts – von der Beauftragung bis zur Fertigstellung – hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:
- Projektumfang und Anzahl der Wohneinheiten
- Dauer des Genehmigungsverfahrens
- Vorbereitung der Baustelle, insbesondere Fundament und Versorgungsanschlüsse
- Einsatz neuer oder wiederverwendeter Module, was Bauzeit uns Ressourcenbedarf beeinflussen kann
Daiwa House Modular Europe verfügt über die Produktionskapazität, auch große und zeitkritische Wohnungsprojekte zuverlässig umzusetzen. In der industriellen Fertigung können jährlich mehrere Tausend Wohneinheiten realisiert werden.
Warum sind hochwertige modulare Wohnungen eine bessere Lösung als herkömmliche temporäre Wohnungen?
+Hochwertige modulare Wohnungen bieten im Vergleich zu herkömmlichen temporären Wohnungen eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit und langfristige Nutzbarkeit. Während viele temporäre Lösungen primär für eine kurze Einsatzdauer konzipiert sind, zielen modular gebaute Wohnungen auf eine dauerhafte Nutzung bei gleichbleibender Qualität ab.
Herkömmliche temporäre Wohnungen sind häufig auf niedrige Anfangskosten ausgelegt, haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer und sind nach der Nutzungsphase oft nicht weiterverwendbar. Die Investition muss dann vollständig abgeschrieben werden.
Modular gebaute Wohnungen werden dagegen in industrieller Fertigung in hoher Ausführungsqualität hergestellt. Sie sind auf eine langfristige Nutzung ausgelegt, erfüllen alle Anforderungen an Wohnqualität und Bauweise und lassen sich gleichzeitig auf temporär verfügbaren Grundstücken einsetzen. Nach Ablauf der Nutzung können sie demontiert und an einem anderen Standort wiederverwendet werden.
Das zeigt sich insbesondere bei Projekten auf zeitlich begrenzt nutzbaren Flächen: Während herkömmliche temporäre Wohnungen nur eine kurzfristige Lösung darstellen, ermöglichen hochwertige modulare Gebäude eine zirkuläre Nutzung über mehrere Standorte hinweg. Daiwa House Modular Europe realisiert solche Wohnlösungen schlüsselfertig, mit dauerhaft nutzbarer Bauqualität und der Möglichkeit zur Wiederverwendung der Module.
Modulares Bauen für Wohnungsbaugesellschaften
Warum ist modulares Bauen für Wohnungsbaugesellschaften geeignet?
+Modularer Wohnungsbau ist für Wohnungsbaugesellschaften besonders geeignet, um bezahlbaren Wohnraum schneller, wirtschaftlicher und in gleichbleibend hoher Qualität zu realisieren. Angesichts steigender Nachfrage, begrenzter Flächen und Kostendruck stößt die traditionelle Bauweise häufig an ihre Grenzen.
Der Modulbau bietet dafür konkrete Vorteile:
- Schnelligkeit: Durch industrielle Vorfertigung und parallele Prozesse können Projekte in der Regel 30 bis 50 % schneller umgesetzt werden, wodurch Wohnungen früher vermietet werden können
- Konstante Qualität: Die Produktion unter kontrollierten Bedingungen sorgt für gleichbleibende Standards und reduziert Abhängigkeiten von Witterung und Baustellenabläufen
- Nachhaltigkeit: Der optimierte Materialeinsatz, geringere Bauabfälle sowie die Möglichkeit zur Demontage und Wiederverwendung unterstützen die Klimaziele
- Skalierbarkeit: Auch größere Wohnungsbauprogramme lassen sich zuverlässig und planbar realisieren
Das zeigt sich besonders bei Projekten mit hohem Zeit- und Kostendruck, bei denen Wohnungsbaugesellschaften schnell zusätzliche Kapazitäten schaffen müssen.
Wie läuft ein modulares Wohnungsbauprojekt von Auftrag bis Übergabe ab?
+Ein modulares Wohnungsbauprojekt mit Daiwa House Modular Europe verläuft von der Beauftragung bis zur Übergabe in klar definierten Phasen, die Planung, Produktion und Umsetzung eng miteinander verzahnen. Dadurch lassen sich Abläufe strukturieren und Projekte deutlich effizienter steuern als im traditionellen Bau.
Typischerweise umfasst der Prozess fünf Schritte:
- Bedarfsanalyse und Machbarkeitsprüfung
Im Mittelpunkt steht die konkrete Aufgabe und die Anforderungen des Bauherrn: Standort, Zielgruppen, Anzahl der Wohneinheiten und Zeitrahmen. Diese Faktoren bilden die Grundlage für die Projektstruktur und das weitere Vorgehen. Ein erfahrener Wohnungsbauberater von Daiwa House Modular Europe erarbeitet gemeinsam mit dem Kunden das optimale Vorgehen und identifiziert geeignete Projektpartner. - Planung und technische Ausarbeitung
Die Module werden entworfen und detailliert ausgearbeitet – inklusive Installationen, Bad, Küche und Innenausbau. Standardisierte Lösungen ermöglichen eine schnelle Umsetzung und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Auch individuelle Sonderlösungen sind möglich, beeinflussen jedoch Zeit und Kosten. - Genehmigungsphase
Das Projekt wird mit Behörden abgestimmt und durchläuft das erforderliche Genehmigungsverfahren. Dabei sind enge Abstimmungen mit Kommunen und weiteren Beteiligten entscheidend. - Produktion und Baustellenvorbereitung
Die Module werden in der Fabrik gefertigt, während parallel die Baustelle vorbereitet wird, etwa durch Fundamentarbeiten und Anschlüsse. Diese parallelen Abläufe verkürzen die Gesamtbauzeit deutlich. - Montage und Übergabe
Die Module werden zur Baustelle transportiert, dort montiert und an die Versorgungsnetze angeschlossen. Die Bauzeit vor Ort ist kurz, sodass die Wohnungen nach Fertigstellung direkt genutzt werden können.
Das zeigt sich insbesondere bei Projekten mit klaren Zeitvorgaben: Durch die parallelen Prozesse und den hohen Vorfertigungsgrad sind viele Arbeiten bereits abgeschlossen, bevor die Montage beginnt.
Ist modulares Bauen für den sozialen Wohnungsbau geeignet?
+Modulares Bauen ist für den sozialen Wohnungsbau geeignet, da sich damit bezahlbarer Wohnraum effizient, in gleichbleibender Qualität und unter Einhaltung aller baurechtlichen Anforderungen realisieren lässt. Auch in Deutschland können modular errichtete Wohngebäude sämtliche Vorgaben an Wohnqualität, Energieeffizienz und technische Standards erfüllen.
Im Modulbau werden Wohnungen industriell vorgefertigt und unter kontrollierten Bedingungen produziert. Das sorgt für eine konstant hohe Ausführungsqualität und reduziert Risiken im Bauprozess. Gleichzeitig lassen sich Projekte strukturierter planen und schneller umsetzen – ein entscheidender Vorteil bei angespanntem Wohnungsmarkt.
Die Gebäude sind für eine langfristige Nutzung ausgelegt und in Bezug auf Komfort, Gestaltung und Energieperformance mit traditionell errichteten Mehrfamilienhäusern vergleichbar. Das zeigt sich beispielsweise bei aktuellen Projekten im sozialen Wohnungsbau, bei denen modular gebaute Wohnungen hinsichtlich Ausstattung und Wohnqualität nicht von konventionellen Lösungen zu unterscheiden sind.
Wie verhält sich der Preis einer modular gebauten Wohnung zu traditionellem Neubau?
+Die Kosten einer modular gebauten Wohnung sind in der Regel mit denen eines traditionellen Neubaus vergleichbar, unterscheiden sich jedoch in der Gesamtwirtschaftlichkeit des Projekts. Entscheidend ist nicht nur der reine Baupreis, sondern die gesamte Projektökonomie.
Durch die industrielle Vorfertigung und die deutlich kürzere Bauzeit auf der Baustelle lassen sich Abläufe effizienter gestalten. Produktion und Baustellenvorbereitung erfolgen parallel, wodurch Projekte schneller abgeschlossen werden können. Das bedeutet, dass Wohnungen früher genutzt oder vermietet werden können.
Ein weiterer Vorteil liegt in der höheren Planungssicherheit: Der Modulbau ist weniger abhängig von Witterungseinflüssen und reduziert Schnittstellen mit Nachunternehmern. Dadurch sinkt das Risiko von Verzögerungen und zusätzlichen Kosten.
Das zeigt sich insbesondere bei größeren Wohnungsbauprojekten, bei denen Zeit- und Kostendruck eine zentrale Rolle spielen: Ein strukturierter und industrialisierter Bauprozess ermöglicht mehr Sicherheit bei Budget und Zeitplan.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es in Deutschland für modulares Bauen?
+In Deutschland gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für den Wohnungsbau, die auch für modulares Bauen genutzt werden können. Entscheidend ist dabei nicht die Bauweise selbst, sondern dass die Projekte die jeweiligen Anforderungen an Energieeffizienz, Kosten und Nutzung erfüllen.
Zentrale Programme sind:
- KfW-Förderung für Wohnungsbau
Über Programme wie „Klimafreundlicher Neubau“ können zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für energieeffiziente Gebäude beantragt werden – unabhängig davon, ob diese im Modulbau oder in traditioneller Bauweise errichtet werden - Förderprogramme der Länder und Kommunen
Viele Bundesländer unterstützen den Bau von bezahlbarem Wohnraum durch Förderdarlehen, Zuschüsse oder vergünstigte Grundstücke, insbesondere im sozialen Wohnungsbau - Programme zur Schaffung von Wohnraum
Im Rahmen bundesweiter Initiativen zur Bekämpfung des Wohnungsmangels stehen zusätzliche Fördermittel für Projekte zur Verfügung, die schnell und wirtschaftlich umgesetzt werden können
Das zeigt sich insbesondere bei Projekten im sozialen Wohnungsbau oder für kommunale Wohnungsunternehmen: Modulares Bauen kann hier seine Vorteile – wie kurze Bauzeiten und planbare Kosten – mit bestehenden Förderprogrammen kombinieren.
Nachhaltigkeit und zirkuläres Bauen
Was ist zirkuläres Bauen und wie passt modulares Bauen dazu?
+Zirkuläres Bauen bedeutet im Wohnungsbau, dass Gebäude so geplant und errichtet werden, dass Materialien möglichst lange im Nutzungskreislauf bleiben und wiederverwendet werden können. Im Fokus steht dabei die Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebäuden und Bauteilen durch Demontage, Wiederverwendung und flexible Einsatzmöglichkeiten.
Im Unterschied zur traditionellen Bauweise, bei der Gebäude oft zurückgebaut und Materialien entsorgt werden, verfolgt zirkuläres Bauen einen ressourcenschonenden Ansatz. Gebäude werden so konstruiert, dass einzelne Bauteile getrennt und an anderer Stelle erneut genutzt werden können.
Das zeigt sich beispielsweise bei Projekten auf zeitlich begrenzt verfügbaren Grundstücken: Statt Gebäude nach der Nutzung abzureißen, können sie demontiert und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden. Dadurch bleiben sowohl Materialien als auch Investitionen erhalten
Daiwa House Modular Europe realisiert solche Wohnungsbauprojekte im Modulbau mit vollständig demontierbaren Modulen. In der industriellen Fertigung entsteht dabei im Vergleich zu traditionellen Bauweisen bis zu 83 % weniger Bauabfall, wodurch ein messbarer Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen geleistet wird.
Was bedeutet Cradle to Cradle im Wohnungsbau?
+Cradle to Cradle ist ein Ansatz im nachhaltigen Wohnungsbau, bei dem Materialien so entwickelt und eingesetzt werden, dass sie nach der Nutzung vollständig in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Ziel ist es, Abfall nicht nur zu reduzieren, sondern vollständig zu vermeiden.
Im Unterschied zum zirkulären Bauen, das vor allem die Wiederverwendung von Bauteilen und Gebäuden in den Mittelpunkt stellt, geht Cradle to Cradle einen Schritt weiter: Materialien werden gezielt so ausgewählt und konstruiert, dass sie nach der Nutzung als gleichwertige Rohstoffe für neue Produkte eingesetzt werden können – ohne Qualitätsverlust.
Das zeigt sich beispielsweise bei Gebäuden, deren Bauteile sortenrein trennbar sind und deren Materialien nach dem Rückbau direkt in neue Produktionsprozesse zurückgeführt werden können, etwa in Form von wiederverwertbaren Baustoffen oder biobasierten Materialien.
Im Modulbau lassen sich diese Prinzipien gezielt unterstützen: Die industrielle Fertigung ermöglicht eine präzise Materialwahl, eine klare Trennung der Bauteile und damit die Voraussetzung für eine möglichst vollständige Rückführung in den Nutzungskreislauf.
Sind modular gebaute Wohnungen rückbaubar und versetzbar?
+Ja. Die von Daiwa House Modular Europe realisierten Wohnungen sind demontierbar und versetzbar.
Demontierbar bedeutet, dass die Module so konstruiert sind, dass sie voneinander getrennt werden können. Die einzelnen Module lassen sich anschließend an einem anderen Standort erneut einsetzen oder in ihre Bestandteile zerlegen, sodass Materialien wie Holz, Stahl oder Beton wiederverwendet werden können. Das unterstützt eine zirkuläre Bauweise und reduziert den Ressourcenverbrauch.
Die Versetzbarkeit ermöglicht es, Wohngebäude auch auf zeitlich begrenzt verfügbaren Grundstücken einzusetzen. Nach Ablauf der Nutzung können die Module demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die Investition bleibt damit erhalten und muss nicht abgeschrieben werden.
Wie erfüllen modular gebaute Wohnungen ESG-Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele?
+Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen stehen vor zunehmenden Anforderungen im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) und Nachhaltigkeit. Modularer Wohnungsbau leistet einen messbaren Beitrag zur Erfüllung von ESG-Anforderungen, da er ökologische, soziale und organisatorische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Für Daiwa House Modular Europe ist Nachhaltigkeit kein kurzfristiger Trend, sondern Teil der Unternehmensstrategie und wird im ESG Reporting transparent dokumentiert.
Der Beitrag zeigt sich in drei Bereichen:
Environmental (Umwelt)
Die industrielle Fertigung reduziert Emissionen und Bauabfall deutlich: Im Vergleich zur traditionellen Bauweise entstehen bis zu 83 % weniger Bauabfälle. Gleichzeitig sind die Gebäude demontierbar, sodass Materialien wie Holz, Stahl oder Beton wiederverwendet werden können.
Social (Soziales)
Modular gebaute Wohnungen bieten langfristige Wohnqualität für unterschiedliche Zielgruppen – beispielsweise im sozialen Wohnungsbau, für Studierende oder Senioren. Damit leisten sie einen konkreten Beitrag zur Schaffung bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraums. Daiwa House Modular Europe handelt nach der Philosophie, im Einklang mit Mensch und Gesellschaft zu bauen.
Governance (Unternehmensführung)
Als Teil der börsennotierten, weltweit tätigen Daiwa House Group arbeitet Daiwa House Modular Europe mit standardisierten Prozessen, festen Qualitätskontrollen und klar definierten Abläufen. Die Projektumsetzung basiert auf nachweisbaren Ergebnissen und konkreten Referenzen, wodurch Entscheidungen auf Basis von Fakten und verlässlichen Daten getroffen werden können.
Das zeigt sich beispielsweise im Projekt an der Landsberger Allee in Berlin, bei dem zwei Gebäudeteile mit DGNB Gold vorzertifiziert wurden – einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitszertifizierung, die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Kriterien bewertet.
Wie hoch ist der CO₂-Ausstoß einer modular gebauten Wohnung im Vergleich zu traditionellem Bau?
+Die CO₂-Emissionen in der Bauphase sind bei modular gebauten Wohnungen deutlich geringer als bei der traditionellen Bauweise. Das liegt an der industrialisierten, wiederholbaren Produktion, dem effizienten Materialeinsatz und den deutlich reduzierten Bauaktivitäten auf der Baustelle.
Daiwa House Modular Europe erreicht dabei eine CO₂-Reduktion von rund 50 % im Vergleich zur traditionellen Bauweise. Gleichzeitig entsteht bis zu 83 % weniger Bauabfall. Diese Werte basieren auf messbaren Ergebnissen aus realisierten Projekten und tragen direkt zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen bei.
Auch über die Bauphase hinaus wirkt sich die Bauweise positiv aus: Durch die Demontierbarkeit und Wiederverwendbarkeit der Module sinkt der CO₂-Ausstoß über den gesamten Lebenszyklus. Materialien können erneut eingesetzt werden, anstatt entsorgt oder energetisch verwertet zu werden.
Was passiert mit einer modular gebauten Wohnung am Ende der Nutzungsdauer?
+Am Ende der Nutzungsdauer gibt es für modular gebaute Wohnungen in der Regel zwei Optionen, abhängig von der jeweiligen Projektsituation. Beide verfolgen das Ziel, Materialien und Investitionen möglichst vollständig zu erhalten.
Versetzung der Module
Die Module werden demontiert, an einen anderen Standort transportiert und dort erneut eingesetzt. Die Wohnung wird somit weiter genutzt, und die ursprüngliche Investition bleibt weitgehend erhalten. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere für Projekte auf zeitlich begrenzt verfügbaren Grundstücken.
Wiederverwendung der Materialien
Alternativ können die Module zerlegt und in ihre Bestandteile aufgelöst werden. Materialien wie Holz, Stahl oder Beton stehen anschließend erneut für den Einsatz in neuen Bauprojekten zur Verfügung.
In beiden Fällen endet die Nutzung nicht mit Abbruch und Entsorgung: Die Wohnung wird Teil eines zirkulären Bauprozesses, bei dem der Wert von Gebäuden und Materialien auch nach der ursprünglichen Nutzung erhalten bleibt.
Welche Energiestandards erfüllen modular gebaute Wohnungen in Deutschland?
+Modular gebaute Wohnungen erfüllen in Deutschland die gleichen Energiestandards wie Gebäude in traditioneller Bauweise und müssen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) einhalten. Entscheidend ist dabei nicht die Bauweise, sondern die technische Ausführung des Gebäudes.
Im Modulbau können unterschiedliche Energiestandards umgesetzt werden, abhängig von Projektanforderungen und Förderzielen. Dazu gehören unter anderem:
- gesetzliche Mindestanforderungen nach dem GEG
- höhere Energiestandards wie Effizienzhaus-Niveaus (z. B. EH40 oder EH55)
- Anforderungen im Rahmen von Förderprogrammen, etwa der KfW
Durch die industrielle Fertigung lassen sich energetische Anforderungen präzise und reproduzierbar umsetzen. Dämmung, Gebäudehülle und technische Systeme werden unter kontrollierten Bedingungen integriert, was eine gleichbleibende Qualität im gesamten Projekt sicherstellt.
Anwendungsbereiche
Kann modulares Bauen für Studentenwohnheime eingesetzt werden?
+Ja, modularer Bau eignet sich sehr gut für Studentenwohnungen, da sich damit Wohnraum schnell, in hoher Qualität und vollständig ausgestattet realisieren lässt. Im Modulbau werden Studios und Apartments industriell vorgefertigt – inklusive Bad, Küche und technischer Installationen – und sind nach der Montage direkt bezugsfertig.
Die kurze Bauzeit macht modulare Studentenwohnheime besonders geeignet für Standorte mit hoher Nachfrage. Das zeigt sich beispielsweise beim Community Campus in Bochum, wo 737 vollständig ausgestattete Apartments für Studierende realisiert wurden und modularer Wohnungsbau im großen Maßstab umgesetzt wird.
Auch kleinere Projekte lassen sich sehr schnell realisieren: In Essen wurde ein Studentenwohnheim mit 106 Apartments in nur 12 Wochen fertiggestellt – ein Beispiel dafür, wie kurzfristig zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann.
Was macht modulares Bauen für barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen geeignet?
+Modulares Bauen eignet sich besonders für barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen, auch im Bereich Senior Living, da spezifische Anforderungen an Zugänglichkeit, Komfort und Anpassungsfähigkeit frühzeitig in die Planung integriert werden können. Dadurch lassen sich Wohnungen gezielt auf unterschiedliche Lebensphasen und Bedürfnisse ausrichten.
Alle Module werden projektbezogen entwickelt und gefertigt. Anforderungen wie stufenlose Zugänge, breite Flure, barrierefreie Bäder oder Voraussetzungen für Pflegeleistungen können bereits im Entwurf und in der industriellen Vorfertigung vollständig berücksichtigt werden. Das sorgt für eine hohe Ausführungsqualität und eine einheitliche Umsetzung im gesamten Gebäude. Wie zum Beispiel bei Projekten von Daiwa House Modular Europe in den Niederlanden – etwa in Rozenburg („Nieuw Welgelegen“), wo modulare Seniorenwohnungen gezielt für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen entwickelt wurden.
Welche Wohnlösungen gibt es für Mitarbeitende und internationale Beschäftigte?
+Modulare Wohnlösungen bieten eine geeignete Möglichkeit, Wohnraum für Mitarbeitende und internationale Beschäftigte bedarfsgerecht, schnell und in gleichbleibender Qualität bereitzustellen. Sie sind sowohl für temporäre als auch für langfristige Aufenthalte konzipiert und orientieren sich an den Anforderungen von Arbeitgebern, Kommunen und Bewohnern.
Daiwa House Modular Europe realisiert modulare Wohnlösungen für internationale Mitarbeitende, die in der Nähe ihres Arbeitsortes für einen bestimmten Zeitraum wohnen möchten. Die Bandbreite reicht von kompakten Einzelapartments bis hin zu größeren Wohnanlagen mit gemeinschaftlich genutzten Bereichen. Alle Einheiten werden vollständig ausgestattet geliefert – inklusive Bad, Küche und technischer Installationen.
Die spezifische Ausgestaltung richtet sich nach Nutzung und Aufenthaltsdauer: Während langfristige Wohnlösungen stärker auf Komfort und Individualität ausgelegt sind, berücksichtigen andere Projekte eine höhere Belegung oder gemeinschaftliche Nutzung. Das zeigt sich beispielsweise in Projekten in den Niederlanden, etwa in Venray oder Waalwijk, wo modulare Wohnanlagen gezielt für internationale Mitarbeitende in der Nähe von Industrie- und Logistikstandorten realisiert wurden.
Ist modulares Bauen für Mehrfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau geeignet?
+Ja, modulares Bauen eignet sich sehr gut für Mehrfamilienhäuser und den Geschosswohnungsbau, da sich damit auch große Wohnprojekte effizient, planbar und in gleichbleibender Qualität realisieren lassen. Die Bauweise ist nicht auf kleine Einheiten beschränkt, sondern ermöglicht die Umsetzung komplexer Gebäude mit mehreren Geschossen.
Im Modulbau werden die einzelnen Wohneinheiten industriell vorgefertigt und anschließend vor Ort zu vollständigen Gebäuden zusammengefügt. Dadurch lassen sich auch größere Wohnanlagen strukturiert planen und schneller umsetzen als im traditionellen Bau – bei gleichzeitig hoher Ausführungsqualität.
Das zeigt sich beispielsweise im Projekt Landsberger Allee in Berlin, bei dem Daiwa House Modular Europe ein großvolumiges Wohnquartier mit über 1.500 Wohnungen realisiert. Das Projekt gehört zu den größten modular errichteten Wohnungsbauvorhaben Europas und zeigt, dass Modulbau auch im innerstädtischen Geschosswohnungsbau wirtschaftlich und in hoher Qualität eingesetzt werden kann.
Durch den hohen Vorfertigungsgrad reduziert sich zudem der Baustellenaufwand, was insbesondere in dicht bebauten urbanen Räumen von Vorteil ist.
Kann modulares Bauen für gemischte Nutzung (Wohnen und Gewerbe) eingesetzt werden?
+Ja, modulares Bauen eignet sich auch für Projekte mit gemischter Nutzung, bei denen Wohnen und gewerbliche Flächen in einem Gebäude kombiniert werden. Die modulare Bauweise ermöglicht eine klare funktionale Trennung und gleichzeitig eine effiziente Integration unterschiedlicher Nutzungen.
Im Modulbau können verschiedene Gebäudetypen innerhalb eines Projekts realisiert werden – von Wohnungen über Gewerbeeinheiten bis hin zu sozialer Infrastruktur. Die Anforderungen an Grundrisse, Erschließung und Nutzung werden bereits in der Planung berücksichtigt und in der industriellen Fertigung präzise umgesetzt.
Das zeigt sich beispielsweise im Projekt Landsberger Allee in Berlin, bei dem ein großvolumiges Quartier mit 1.548 Wohnungen sowie rund 3.700 m² Gewerbefläche entsteht. Insgesamt umfasst der Gewerbebereich 15 Einheiten, darunter ein Nahversorger, eine Kindertagesstätte sowie Gastronomie und ein Kiosk. Das Projekt verdeutlicht, dass modulare Bauweise auch bei komplexen, gemischt genutzten Quartieren im urbanen Raum eingesetzt werden kann.
Prozess und Zusammenarbeit
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Daiwa House Modular Europe?
+Die Zusammenarbeit mit Daiwa House Modular Europe erfolgt als partnerschaftlicher Prozess, bei dem die konkrete Projektaufgabe im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, gemeinsam mit Auftraggebern tragfähige und wirtschaftliche Wohnlösungen zu entwickeln.
Zu Beginn wird die Ausgangssituation analysiert: Standort, Zielgruppen, Anforderungen und Zeitrahmen bilden die Grundlage für die weitere Planung. Auf dieser Basis wird ein passendes Konzept entwickelt und in ein modulares, technisch ausgearbeitetes Projekt überführt.
Die Zusammenarbeit ist dabei eng an den jeweiligen Projektkontext gebunden – unabhängig davon, ob es sich um eine Ausschreibung, eine Rahmenvereinbarung oder ein individuell vergebenes Projekt handelt. Erfahrung mit unterschiedlichen Vergabeformen ermöglicht eine strukturierte und effiziente Umsetzung.
Das zeigt sich insbesondere bei komplexeren Wohnungsbauprojekten, bei denen Anforderungen an Zeit, Qualität und Kosten gleichzeitig berücksichtigt werden müssen: Entscheidungen werden auf Basis konkreter Projektdaten, klar definierter Prozesse und bereits realisierter Projekte getroffen.
So entsteht ein planbarer Ablauf – von der ersten Analyse bis zur bezugsfertigen Übergabe, mit klaren Verantwortlichkeiten und nachvollziehbaren Ergebnissen. Wenn Sie ein konkretes Projekt planen, ist der direkte Austausch der sinnvollste nächste Schritt.
Was ist der Mindestumfang für ein modulares Wohnungsbauprojekt?
+Modulares Bauen ist grundsätzlich nicht an eine feste Mindestgröße gebunden, wird jedoch mit steigendem Projektumfang wirtschaftlich besonders effizient. Kleinere Projekte mit mehreren Dutzend Wohneinheiten sind ebenso möglich wie großvolumige Wohnquartiere.
Das zeigt sich auch in der Praxis: Modulare Projekte lassen sich sowohl im kleineren Maßstab, etwa beim Studentenwohnheim in Essen, als auch in größeren Studentenwohnanlagen, wie dem Community Campus in Bochum, effizient umsetzen.
Der Effizienzgewinn ergibt sich dabei vor allem durch die Wiederholung standardisierter Modultypen: Je höher der Anteil identischer oder vergleichbarer Module, desto stärker wirken sich industrielle Fertigung, optimierte Abläufe und verkürzte Bauzeiten aus.
Entscheidend ist daher weniger eine feste Mindestgröße als die Projektstruktur – insbesondere der Grad der Standardisierung innerhalb des Projekts.
Was unterscheidet Daiwa House Modular Europe von einem klassischen Bauunternehmen?
+Der Unterschied liegt vor allem im Prozess: Während klassische Bauunternehmen baustellenzentriert arbeiten, basiert der Modulbau auf einem planbaren, standardisierten Produktionssystem.
Daiwa House Modular Europe unterscheidet sich von einem klassischen Bauunternehmen durch einen industrialisierten Bauansatz, bei dem ein Großteil der Fertigung in der Fabrik statt auf der Baustelle erfolgt. Module werden vollständig ausgestattet produziert und auf der Baustelle montiert.
Dadurch lassen sich Bauzeit, Qualität und Abläufe deutlich besser steuern. Gleichzeitig reduziert der hohe Vorfertigungsgrad Risiken durch Witterung und Schnittstellen zwischen Gewerken.
Wie verläuft das Genehmigungsverfahren bei modularem Bauen in Deutschland?
+Das Genehmigungsverfahren für modulare Bauprojekte verläuft grundsätzlich nach den gleichen Regeln wie bei der traditionellen Bauweise. Maßgeblich sind die jeweiligen Landesbauordnungen sowie das Bauplanungsrecht, unabhängig davon, ob ein Gebäude konventionell oder in Modulbauweise errichtet wird.
In der Praxis bedeutet das: Für jedes Projekt ist eine reguläre Baugenehmigung erforderlich, bei der unter anderem Nutzung, Baukörper, Statik, Brandschutz und Erschließung geprüft werden. Die modulare Bauweise stellt dabei keine Sonderregelung dar, sondern wird als Bauweise innerhalb des bestehenden Bauordnungsrechts behandelt.
Entscheidend ist daher nicht die Bauweise, sondern der Projektkontext: Standort, Nutzung und Planung bestimmen die Dauer und Komplexität des Genehmigungsverfahrens.
Welche Transportanforderungen und logistischen Voraussetzungen gibt es für den Einsatz von Modulen?
+Der Einsatz von Modulen im Modulbau stellt spezifische Anforderungen an Transport und Logistik, die frühzeitig in der Planung berücksichtigt werden müssen.
Die Module werden vollständig in der Fabrik vorgefertigt und per Lkw zur Baustelle transportiert. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts müssen dabei Transportwege, Durchfahrtshöhen und Zufahrten im Vorfeld geprüft werden. Besonders in innerstädtischen Lagen mit engen Straßen oder begrenzten Flächen ist eine detaillierte Abstimmung erforderlich.
Auch die Baustelle muss entsprechend vorbereitet sein: Dazu gehören geeignete Fundamentlösungen, ausreichend Platz für Anlieferung und Zwischenlagerung sowie der Einsatz von Hebetechnik wie Kränen zur präzisen Montage der Module.
Das zeigt sich insbesondere bei Projekten in urbanen Räumen, bei denen Transport, Anlieferung und Montage eng aufeinander abgestimmt werden müssen, um Abläufe effizient zu steuern und Störungen im Umfeld zu minimieren.
Entscheidend ist eine frühzeitige Planung aller logistischen Rahmenbedingungen – je besser Transport und Baustelle vorbereitet sind, desto reibungsloser verläuft die Umsetzung im Modulbau.
Projekte
Welche Projekte hat Daiwa House Modular Europe in Deutschland realisiert?
+Daiwa House Modular Europe hat in Deutschland erste Wohnungsbauprojekte realisiert und baut die Projektaktivitäten aktuell weiter aus.
Zu den realisierten Bauvorhaben gehören das Studentenwohnheim in Essen mit 106 Studios sowie der Community Campus in Bochum mit 737 Studios. Darüber hinaus befindet sich das Wohnquartier an der Landsberger Allee in Berlin‑Lichtenberg im Auftrag der Gewobag aktuell in der finalen Bauphase. Mit über 1.500 Wohnungen ist es eines der größten modular realisierten Wohnprojekte Europas.
Die Projekte unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Zielgruppe und Nutzungskonzept und zeigen die Bandbreite der modularen Bauweise in der Praxis.
Ein aktueller Überblick über weitere Referenzprojekte mit Details zu Standort, Umfang und Nutzung ist im Projektportfolio von Daiwa House Modular Europe verfügbar.
Was ist der Community Campus Bochum?
+Der Community Campus in Bochum ist ein modular realisiertes Studentenwohnheim und eines der größten Projekte dieser Art in Europa. Das Gebäude umfasst 737 vollständig ausgestattete Apartments und gilt als das höchste modulare Wohngebäude in der Europäischen Union.
Die Kombination aus industrieller Vorfertigung und gemeinschaftlich genutzten Flächen schafft ein campusähnliches Wohnumfeld für Studierende und weitere Zielgruppen.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie modularer Wohnungsbau im großen Maßstab und im studentischen Wohnen eingesetzt werden kann.
Was ist Campus 71 Essen?
+Campus 71 in Essen ist ein modular realisiertes Studentenwohnheim und das erste von Daiwa House Modular Europe umgesetzte Projekt in Deutschland. Das Gebäude umfasst 106 vollständig ausgestattete Studios und wurde in nur 12 Wochen Bauzeit realisiert.
Die Wohnungen sind möbliert und verfügen jeweils über eine eigene Küche und ein Bad, sodass sie direkt bezugsfertig sind. Das Projekt steht damit exemplarisch für die schnelle Umsetzung kompakter Wohnprojekte im studentischen Wohnen, auch in urbanen Lagen.
Was ist das Wohnquartier an der Landsberger Allee in Berlin?
+Das Wohnquartier an der Landsberger Allee in Berlin‑Lichtenberg ist eines der größten modular realisierten Wohnprojekte Europas. Im Auftrag der Gewobag entstehen hier über 1.500 Wohnungen in modularer Bauweise. Das Projekt zeigt, wie modularer Wohnungsbau für die Entwicklung großer, urbaner Wohnquartiere mit gemischter Nutzung eingesetzt werden kann.
Das Projekt umfasst großvolumigen Geschosswohnungsbau auf rund 63.500 m² Wohnfläche. Ergänzt wird das Quartier durch Gewerbeflächen, eine Kindertagesstätte sowie Nahversorgungsangebote.
Die industrielle Vorfertigung der Module und die parallele Umsetzung vor Ort ermöglichen eine strukturierte und effiziente Realisierung auch in diesem Maßstab.
Über Daiwa House Modular Europe
Wer ist Daiwa House Modular Europe?
+Daiwa House Modular Europe ist der größte 3D‑modulare Bauanbieter Europas und Teil der Daiwa House Group, eines börsennotierten und weltweit tätigen Konzerns, die vor mehr als 65 Jahren in Japan gegründet wurde.
Aus der eigenen Fabrik heraus realisiert Daiwa House Modular Europe vollständig ausgebaute Wohnlösungen, darunter Einfamilienhäuser, Wohnungen, Studios und Hotels. Die Module werden inklusive Bad, Küche und technischer Installationen geliefert. Die Gebäude haben eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren, sind demontierbar und versetzbar.
Daiwa House Modular Europe arbeitet für Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und Projektentwickler in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Grundlage bildet die japanische Philosophie, im Einklang mit Mensch und Gesellschaft zu bauen.
Welche Wohnlösungen bietet Daiwa House Modular Europe an?
+Daiwa House Modular Europe bietet modulare Wohnlösungen für unterschiedliche Zielgruppen und Anwendungsbereiche an. Dazu gehören insbesondere Mehrfamilienhäuser, Apartments und Studios – etwa für den Wohnungsbau, studentisches Wohnen, Senior Living sowie für Mitarbeitende und internationale Beschäftigte.
Alle Wohnlösungen werden in der Fabrik vollständig vorgefertigt und inklusive Bad, Küche und technischer Installationen geliefert. Dadurch sind die Einheiten nach der Montage direkt bezugsfertig.
Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts. Realisiert werden sowohl kompaktere Wohnlösungen, beispielsweise für Mitarbeiterunterkünfte, als auch größere Wohnprojekte – etwa im studentischen Wohnen sowie im Mehrfamilienhaus‑ und Geschosswohnungsbau, wie sie im Projektportfolio von Daiwa House Modular Europe abgebildet sind.
Was ist die Beziehung zwischen Daiwa House Modular Europe und Daiwa House Japan?
+Daiwa House Modular Europe ist Teil der Daiwa House Group, die 1955 in Japan gegründet wurde. Die Daiwa House Group ist eines der größten Immobilien- und Bauunternehmen der Welt und in Japan börsennotiert.
Die japanische Mutterorganisation hat die Philosophie entwickelt, im Einklang mit Mensch und Gesellschaft zu bauen. Daiwa House Modular Europe arbeitet auf Basis dieses kulturellen Fundaments und hat dieses auf die Wohnungsbauaufgabe in Europa übertragen.
Die Organisation profitiert von mehr als 65 Jahren internationaler Erfahrung, Technologie und Know-how im modularen und industrialisierten Bauen. Die europäische Sparte agiert eigenständig und konzentriert sich voll und ganz auf den Wohnungs- und Unterbringungsbedarf in Europa.
In welchen Ländern ist Daiwa House Modular Europe tätig?
+Daiwa House Modular Europe ist in den Niederlanden, Belgien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland tätig. In den Niederlanden befindet sich das europäische Hauptquartier, zudem liegt dort die größte Produktions‑ und Lieferkapazität. Deutschland ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, in dem Daiwa House Modular Europe zunehmend großvolumige Wohnungsbauprojekte realisiert.



