Ein Meilenstein im modularen Wohnungsbau: Architektenperspektive zum Stapelfest in Berlin
29 Mai 2026
Im Rahmen des Stapelfests am 18. Mai 2026 gibt Marc Kocher, verantwortlicher Architekt des ursprünglichen Entwurfs, Einblick in seine Gedanken zu diesem besonderen Moment. Er beleuchtet die architektonische Idee hinter dem Projekt an der Landsberger Allee und ordnet die Bedeutung dieses Meilensteins für die zukünftige Entwicklung des modularen Wohnungsbaus in Berlin ein.
„Zum heutigen Tag wird die bauliche Fertigstellung des größten modularen Wohnungsbaus Europas gewürdigt. Mit dem Kran wird das letzte Modul in schwindelnde Höhen gehoben und der letzte fehlende Baustein als Teil einer Wohnung eingefügt.
Früher stand an dieser Stelle die Gärtnerei LPG Weiße Taube – in der Zukunft werden hier über 3.500 Menschen in den insgesamt 1.580 Wohnungen leben. Der Name „Weiße Taube“ wird in der Wohnungsanlage weitergeführt, als verbindendes Element zwischen dem Nichtmehr und Nochnicht.
Die Technologie der modularen Bauweise und damit verbundene ökonomische Vorteile wurden mit Daiwa House Modular Europe als beauftragte und ausführende Firma und der Gewobag als Eigentümerin in einer vorbildlichen Symbiose und in Rekordzeit angewendet. Auf diese Art und Weise kann der aktuellen Wohnungsknappheit von bezahlbaren Wohnungen in Berlin begegnet werden.
Bauen ist immer in die Zukunft gerichtet. Träume werden gelebt, Räumlichkeiten werden eingerichtet, Kinder großgezogen und Bekanntschaften mit den Nachbarn gemacht. Aber in diesem Fall ist auch die Bauart zukunftsgerichtet – und deshalb feiern wir heute kein traditionelles Richtfest, sondern das Stapelfest.“
Marc Kocher, Architekt



